Der 7. Spielstättenpreis 2016 geht an das Kulturhaus Mestlin

Die Nordkurier Mediengruppe stiftet den 7. Spielstättenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Der Spielstättenpreis 2016 geht an das Kulturhaus Mestlin

Der 7. Nordkurier-Spielstättenpreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern geht an das Kulturhaus Mestlin. Die Nordkurier Mediengruppe und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern verleihen den mit 5.000 Euro dotierten Preis seit 2010 an Spielstätten, in denen sie besonderes Entwicklungspotenzial sehen. Vergeben wird der Preis im Sommer im Rahmen eines Festspielkonzerts. Aufgrund der positiven Publikumsresonanz finden 2017 erstmalig zwei Konzerte der Festspiele im Kulturhaus Mestlin statt.

„Wie in den Jahren zuvor war es auch für den Spielstättenpreis 2016 sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen, da viele wunderbare Konzertorte mit beeindruckenden Konzepten zur Auswahl standen. Die extrem positive Publikumsresonanz und die herausragende Arbeit des Denkmal Kultur Mestlin e. V. zum Erhalt des Kulturhauses und des umliegenden Gebäudeensembles haben am Ende den Ausschlag gegeben“, begründet Lutz Schumacher, Geschäftsführer und Chefredakteur der Nordkurier Mediengruppe, die Entscheidung.

Intendant der Festspiele MV Dr. Markus Fein erklärt: „Vor unserem ersten Konzert 2014 haben wir uns schon gefragt, ob das funktioniert – ein klassisches Konzert in dieser Kulisse, die nicht nur vom ehemaligen realsozialistischen Musterdorf erzählt, sondern auch von der wechselvollen Vergangenheit unter anderem als Großraumdisco. Aber unsere – stets bis auf den letzten Platz besetzen – Konzerte im Kulturhaus waren von Anfang an von einer ganz besonderen Stimmung geprägt, was auch dem großen ehrenamtlichen Engagement vor Ort zu verdanken ist.“

„Das Kulturhaus in Mestlin bietet mit seinen Aufführungsmöglichkeiten Theater-Qualität in einer ländlichen Gegend. Die DDR-Architektur des Gebäudes strahlt so großen Pomp aus, dass der Besucher glaubt, auf das Berliner Schloss Bellevue zuzuschreiten. Also eine brillante Spielstätte für brillante Konzerte der Festspiele MV“, bestätigt Marcel Auermann, Mitglied der Chefredaktion der Nordkurier Mediengruppe.

Bisherige Spielstättenpreisträger waren das Kloster Rühn (2010), das Hotel Tucholski in Loitz (2011), die Orangerie Groß Siemen (2012), der Lokschuppen Pasewalk (2013), die Klosterruine Dargun (2014) und der Kornspeicher Landsdorf (2015): Dort finden seitdem regelmäßig Festspielkonzerte statt. Die Jury setzt sich aus dem Geschäftsführer und Chefredakteur der Nordkurier Mediengruppe Lutz Schumacher, dem Intendanten Dr. Markus Fein und dem Kaufmännischen Direktor Toni Berndt von den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus, Harry Glawe sowie der Architektin Johanne Nalbach zusammen.

Über das Kulturhaus Mestlin

Das neoklassizistische Kulturhaus bildet das Zentrum des nur wenige hundert Einwohner zählenden Dorfs Mestlin. Entstanden ist der monumentale Bau in den 1950er Jahren. Eröffnet wurde das Kulturhaus 1957 als Teil des damaligen sozialistischen Musterdorfes Mestlin, erbaut nach Plänen des Architekten Erich Bentrup im Stil eines sozialistisch geprägten Neoklassizismus. 1977 erfolgte die Ernennung zum Baudenkmal. Bis 1990 war das Kulturhaus das kulturelle Zentrum der Gemeinde und der Region, das bis zur politischen Wende von mehr als 50.000 Personen im Jahr besucht wurde; es gab u. a. Arbeitsgemeinschaften, Betriebsversammlungen und Ausstellungen. Nachdem das Haus in den 1990er Jahren kurzzeitig als Großraumdiskothek genutzt wurde, stand es ab 1996 mehrere Jahre lang leer und wurde dem Verfall überlassen. Eine Bürgerinitiative und zwei Vereine renovierten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde in den letzten Jahren Teile des Gebäudes. Seit Juli 2008 nimmt sich der Verein Denkmal Kultur Mestlin e. V. dem Erhalt des Kulturhauses und des umliegenden Gebäudeensembles an. Im Jahr 2011 wurde es von der Bundesrepublik als „Denkmal von nationaler Bedeutung“ anerkannt.

Über die Nordkurier Mediengruppe

Die Nordkurier Mediengruppe ist das führende Medienunternehmen im Nordosten Deutschlands. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Haus von einem klassischen Zeitungsverlag zu einem modernen und vielschichtigen Medienunternehmen. Unter dem Leitmotiv „Wir bringen Sie vorwärts“ bietet die Nordkurier Mediengruppe neben der Herausgabe von Tageszeitungen und Wochenblättern ein breites Spektrum an verlagsnahen Dienstleistungen, wie z.B. Brief- und Paketdienste, Druckservices, Lokal-TV, Corporate Publishing, Direktmarketing, Marktforschung, Events, Tourismusvermarktung und vieles mehr. Mit mehr als 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Unternehmensgruppe einer der bedeutendsten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Brandenburg. Gesellschafter des Unternehmens sind seit 1991 zu je einem Drittel die Kieler Nachrichten, die Mediengruppe Pressedruck (Augsburg) und Schwäbisch Media (Ravensburg).

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